Im Vorfeld des Workshops „Zäme am Tisch“ vom 19. Mai 2025 haben wir die Bevölkerung gefragt, was die Gemeinden lebenswert macht, welche Themen sie beschäftigen und wo sie Potenzial sehen. 20 Personen haben zwischen Ende April und Mitte Mai geantwortet. Das ist keine repräsentative Stichprobe – aber ein ehrliches Stimmungsbild, das wir vollständig veröffentlichen.
Was die Gemeinden lebenswert macht
Die Natur. Der Zusammenhalt („man kennt sich seit der Kindheit“). Die ländliche Sicherheit, für die eine Antwort den schönsten Satz der ganzen Umfrage fand: „Die Türe kann offen bleiben.“ Dazu die Lage nahe Langenthal und Autobahn und eine Infrastruktur, die den Alltag trägt: Schule für alle Altersstufen, Kita, Dorfladen, Grillstellen in Waldnähe. Mehrere Antworten betonen ausserdem die Verbundenheit mit Pfaffnau, St. Urban und Roggliswil als einer Einheit.
Was die Bevölkerung beschäftigt
Drei Themen tauchen immer wieder auf. Bei der Schule: der Standortwechsel der 6. Klasse von St. Urban nach Pfaffnau, Bus- und Fahrzeiten, die Finanzierung von Tagesstrukturen. Bei den Finanzen: die Sorge, dass Schulhaus, Gemeindehaus, Prioris und Fernwärme gleichzeitig anstehen und Steuern wie Verschuldung steigen; mehrere Antworten verlangen mehr Kostenkontrolle und Transparenz. Und beim Zusammenleben: Spannungen rund um Zuzug, die gefühlte Trennung zwischen den Dorfteilen, Einsamkeit im Alter. Junge Erwachsene finden kaum bezahlbaren Wohnraum.
Wo die Befragten Potenzial sehen
Am häufigsten genannt: offenere Information zu Bau- und Grossprojekten und ein haushälterischer Umgang mit Steuergeldern. Daneben der Wunsch, dass die Ortsteile zusammenwachsen, mit mehr Begegnungsorten und gemeinsamen Anlässen.
Beim Interessens-Ranking liegt „Generationen & Zusammenleben“ vorne (12 von 20 Nennungen), knapp dahinter „Wohnen & Dorfkern“ (11). „Kommunikation & Mitwirkung“ und „Gemeinschaft & Vereinsleben“ folgen mit je 9.
Die vollständige Auswertung
Alle Antworten stehen ungekürzt im PDF, so wie wir sie erhalten haben, inklusive Grafiken:
→ Umfrageergebnisse als PDF herunterladen (2 MB, 10 Seiten)
Die Ergebnisse gingen an den Gemeinderat Pfaffnau-St. Urban und an die Kommission für Gemeindeentwicklung. Sie bildeten die Grundlage für die Diskussionen am Workshop „Zäme am Tisch“ und dessen Ergebnisse.