Am 19. Mai 2025 diskutierten rund 50 Personen in St. Urban an vier Marktständen über die Zukunft der Gemeinde. Was dabei herauskam, haben wir ausgewertet.
Standortbestimmung: Was läuft gut, was nicht
Gut bewertet: die Schule mit Oberstufe im Dorf, die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Pfaffnau und Roggliswil, die Naherholungsgebiete, die Familienfreundlichkeit. Auf der anderen Seite vier Punkte, welche die Teilnehmenden als dringend einstuften: Es fehlt ein öffentlicher Terminkalender. Ortskenntnis und Know-how aus der Bevölkerung bleiben ungenutzt. Das Alterswohnen ist ungelöst. Und die Gemeindekommunikation gilt als zu wenig transparent.
Der „Ankeböckligraben“: Was die Ortsteile trennt – und was sie verbinden könnte
Der sprichwörtliche Graben zwischen den Ortsteilen ist real, aber überbrückbar – das war der Tenor an diesem Marktstand. Beobachtet wurden geografische Distanz, historisch-kulturelle Unterschiede (Kloster- und Klinikprägung in St. Urban), doppelt geführte Vereine und ausbaufähige Verkehrsverbindungen.
Die Gegenvorschläge sind handfest: den Murhof stärken, mit Seniorenwohnungen und besserer ÖV-Anbindung. Ein gemeinsames Dorffest, das zwischen Pfaffnau, St. Urban und Roggliswil wandert. Eine Gemeindezeitung, geschrieben von der Bevölkerung für die Bevölkerung. Und die Kirchgemeinden und Vereine sollen enger zusammenarbeiten statt doppelt zu führen.
Visionen: Fünf Themenfelder mit konkreten Vorschlägen
Der Visionen-Marktstand bündelte die Vorschläge in fünf Cluster. Manche davon sind morgen umsetzbar, andere brauchen Jahre:
- Mobilität & Verkehr: 30er-Zone auf der Hauptstrasse durch Pfaffnau, Sanierung der Strasse St. Urban–Pfaffnau, Fussgängerüberführung Schule–Kirche, bessere ÖV-Anbindung Richtung Zofingen
- Gemeindeorganisation: Pfaffnau, St. Urban und Roggliswil als Einheit denken, Orientierungsversammlung vor jeder Gemeindeversammlung
- Kommunikation & Begegnung: Dorfzeitung, Begegnungszentren in beiden Ortsteilen, Neuzuzüger aktiv integrieren
- Wohnen im Alter: bezahlbare Alterswohnungen, Generationensiedlungen, Ältere im Dorf halten
- Ressourcen & Infrastruktur: Kloster und Bestandsbauten besser nutzen, Bedarf für ein Dorfzentrum prüfen
Wie es weitergeht
Fast alle Teilnehmenden wünschten sich am Schluss eine Fortsetzung – genau eine Person nicht. Die Ergebnisse gingen an den Gemeinderat und die Kommission für Gemeindeentwicklung. Der nächste offene Anlass ist der Talk und Grillplausch am 19. August 2026.
Das vollständige Dokument
Alle Marktstände, Kernaussagen und Vorschläge im Detail:
→ Ergebnisse Workshop als PDF herunterladen (1.3 MB, 16 Seiten)
Siehe auch: Bericht zum Workshop-Abend und die Umfrage im Vorfeld.